Unternehmen

Wopfinger Baustoffindustrie GmbH

Die Wopfinger Baustoffindustrie GmbH ist ein Familienkonzern in der dritten Generation und hat ihren Sitz im niederösterreichischen Wopfing. Im weltweit saubersten Baustoffwerk werden Zement, Kalk, Trockenputze, Estriche und Fassadenputze produziert. Die Wopfinger Baustoffindustrie beschäftigt 500 Mitarbeiter und zählt somit zu einem der wichtigsten Arbeitgebern der Region. Gleichzeitig ist das Unternehmen einer der größten Auftraggeber für zahlreiche regionale Betriebe, wie Frächter, Gewerbebetriebe oder Gastronomie. Der Jahresumsatz der Wopfinger Baustoffindustrie betrug 2014 rund 157 Millionen Euro. Die beiden Geschäftsführer der Wopfinger Baustoffindustrie sind Mag. Georg Bursik und DI Manfred Tisch.

Die Wopfinger Baustoffindustrie ist ein Tochterunternehmen der Schmid Industrie Holding und hat ihren Stammsitz ebenfalls in Wopfing. Sie beschäftigt weltweit über 4.800 Mitarbeiter, macht einen Umsatz von 1,3 Mrd. Euro und ist derzeit in 19 Ländern im Bereich Baustoffproduktion tätig. Zur Schmid Industrie Holding gehören u. a. die Unternehmen Austrotherm GmbH, Murexin AG, Furtenbach GmbH, Lorencic Bauservice GmbH Nfg & Co KG , Wopfinger Transportbeton GmbH, Wolf Plastics Verpackungen GmbH, Ortner GmbH, IONIT healthcare GmbH und Eduard Kettner GmbH.

 

Die Geschichte

1911 – 1957: Der Beginn des professionellen Kalkabbaus
Die Anfänge der Kalkerzeugung im Piestingtal gehen auf das 15.Jahrhundert zurück. Kalk wurde damals für das Düngen, als Mörtel, zum Auskalken oder auch in Gerbereien und Seifensiedern verwendet. Zu Beginn des 19.Jahrhunderts begann das Gewerbe ein regelrechter Industriezweig zu werden. In Wopfing wurde ab 1810 im Kalkofen an der "Landesstrass" erstmals Kalk gebrannt. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurden in der Region mehrere industrielle Kalköfen errichtet. Die ersten Jahrzehnte der Wopfinger Stein- und Kalkwerke waren geprägt vom Bemühen den Kalkabbau professioneller und durch den Einsatz von Maschinen leichter und wirtschaftlicher zu machen.

1957 – 1980: Die Kalk-Ära
Ab den 1950er stand die technische Entwicklung beim Kalkbrennen im Mittelpunkt. Mit der Erfindung eines völlig neuen Kalkofens schufen die Wopfinger weltweit einen noch heute unüberbotenen Standard in der Kalkproduktion. Alois Schmid baute die Produktion schrittweise aus und errichtete in Wopfing weitere Kalköfen. 1969 übernimmt Friedrich Schmid aufgrund der schweren Krankheit seines Vaters mit nur 26 Jahren die Leitung der Wopfinger Stein- und Kalkwerke.

1980 – 1990: Die Zement-Ära
Der spektakulärste Coup der Wopfinger war die Eröffnung des Zementwerks im Jahr 1980. Über acht Jahre bauten sie im Geheimen ihr eigenes Zementwerk und legten damit den Grundstein für die Produktion von Fertig-Baustoffmischungen. 1988 gründeten die Wopfinger gemeinsam mit den Wietersdorfer & Peggauer Zementwerken die Baustoffmarke "Baumit".

1990 – 2000: Der Weg in den Osten
1990 - nach dem Fall des Eisernen Vorhangs begann Friedrich Schmid seine Baustoffe auch in Ungarn und der Tschechoslowakei zu verkaufen. Heute ist Baumit mit eigenen Produktionswerken und Niederlassungen in 29 Ländern Europas und sogar in China tätig. 1995 machen die Unternehmen der Schmid Industrieholding, die Friedrich Schmid in den vergangenen Jahrzehnten gekauft und aufgebaut hat, über 2 Milliarden Schilling Umsatz und beschäftigen 1.100 Mitarbeiter. 1997 wird die Wopfinger Baustoffindustrie GmbH gegründet und Mag. Robert Schmid übernimmt die Geschäftsführung.

2000 - 2017: Umweltschutz & Innovation
Mag. Robert Schmid hat sich zum Ziel gesetzt Wopfing zum modernsten und saubersten Baustoffwerk der Welt zu machen. Dafür wurden in den vergangenen Jahren über 50 Millionen Euro in den Umweltschutz und die Standortsicherung investiert. Gleichzeitig ist Wopfing das Forschung- und Entwicklungszentrum des gesamten Baumit-Konzerns. Mit dem Bau des neuen Innovationszentrums im Jahr 2012 verfügt Wopfing über eines der modernsten Forschung- und Entwicklungszentren der europäischen Baustoffindustrie. Auf über 3000m² dreht sich alles um Fassaden, Putze, Mörtel,Trockenbetone, thermische Baustoffe, Farben, Spachtelmassen und Estrichsysteme. Über 30 Forscher und Forscherinnen entwickeln hier neue Produkte und Rezepturen.Seit Jänner 2015 laufen die Messungen im Viva - der Forschungspark von Baumit.