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Wopfinger Baustoffindustrie mit internationalem Zementpreis für CO2-Einsparung ausgezeichnet

In acht Kategorien werden innovative Unternehmen und ökologische Produkte der internationalen Zementbranche ausgezeichnet. Sieger in der Kategorie "Geringster CO2-Ausstoss bei Zement" ist die österreichische Wopfinger Baustoffindustrie mit dem ökologischen Spezialzement "Slagstar". Mehr als 50 internationale Zementunternehmen bewarben sich um den ersten "Internationalen Cement Award" der im Rahmen der Europäischen Zementkonferenz vom 13.-14. März 2006 in London vergeben wurde.

In der Kategorie "Geringster CO2-Austoss bei Zement" siegte die Wopfinger Baustoffindustrie aus dem niederösterreichischen Wopfing mit großem Abstand gegen die internationalen Zementkonzerne. "Mit Slagstar haben wir in Wopfing ein Produkt entwickelt, aus dem erstmals Ökobeton hergestellt werden kann", erzählt Robert Schmid, Geschäftsführer der Wopfinger Baustoffindustrie, "dass wir dafür jetzt auch den internationalen Cement Award bekommen sehen wir als hohe Anerkennung und internationalen Durchbruch".

Rund 85 % weniger CO2 mit Slagstar
In jahrzehntelanger Forschungsarbeit gelang es der Wopfinger Baustoffindustrie einen Spezialzement zu entwickeln, der bei seiner Produktion im Vergleich zu herkömmlichen Zementen rund 85 % CO2 einspart. Robert Schmid: "Diese hohe CO2-Einsparung bei Zement ist weltweit einzigartig". Das zeigen auch die Zahlen der anderen Teilnehmer am "International Cement Award". Liegt der CO2-Ausstoss von Slagstar bei nur 57 kg CO2 pro Tonne Zement, folgt der nächste Konkurrent erst mit 651(!) kg CO2 pro Tonne Zement.

"Mit diesen Werten ist Slagstar der eindeutige Sieger in der Kategorie "Geringster CO2 Ausstoss bei Zement" da hatten wir es in der Preisvergabe leicht", freut sich Robert McCaffrey, Initiator des "Internationalen Cement Award". Der Herausgeber des internationalen Zementmagazins "Global Cement and Lime" hat es sich zum Ziel gesetzt, jedes Jahr weltweit die innovativsten Unternehmen und ökologischsten Produkte in der Zementbranche auszuzeichnen. McCaffrey: "Der Global Cement Award" soll beweisen, dass sich gerade die Zementbranche intensiv mit dem Thema Energieeinsparung und Umweltschutz auseinandersetzt. Produkte wie Slagstar sind da ein Paradebeispiel für ökologische Produktentwicklung".

Ökologischer Wohnbau, Klär und Biogasanlagen
In Österreich ist Slagstar seit drei Jahren am Markt erhältlich. Neben der hohen CO2-Einsparung verfügt der Spezialzement auch über besondere Produkteigenschaften wie extreme Beständigkeit gegen Sulfate und Säuren sowie hohe Endfestigkeiten im Beton. Besondere Einsatzgebiete für Slagstar sind daher der Ökologische Wohnbau und der Bau von Klär- und Biogasanlagen. Aber auch international steigt das Interesse an der Erfindung aus Wopfing. "Wir verhandeln derzeit weltweit mit mehreren Interessenten, die eine Slagstar-Lizenz kaufen wollen um Slagstar so im eigenen Land zu produzieren", analysiert Robert Schmid, "der "Internationale Cement Award" bestätigt dabei unseren Weg".

Produktinnovationen als Unternehmensstrategie
Die Wopfinger Baustoffindustrie (400 Mitarbeiter, 120 Mio. Euro Umsatz) setzt in ihrer Unternehmensstrategie massiv auf Produktinnovationen. "Wir erwirtschaften rund 25 % unseres Umsatzes mit Produkten, die nicht älter als fünf Jahre sind. Anforderungen wie Umweltschutz, Benutzerkomfort und Effizienzsteigerung stehen dabei bei der Produktentwicklung im Vordergrund", erzählt Robert Schmid, "mit Slagstar ist uns eine Innovation gelungen, die genau dieser Zielsetzung entspricht und neue Wege in der Zementproduktion Aufzeigt".

Sorgenkind Umweltauflagen
Trotz aller Erfolge und Bemühungen im Wopfinger Stammwerk ist der CO2-Handel aktuelles Sorgenkind: Robert Schmid: "Wir sind sehr bemüht ökologisch zu denken und Umweltbelastungen zu reduzieren, doch die Vorgaben, die uns das Umweltministerium gerade jetzt in Sachen CO2-Emissionshandel auferlegt, sind für ein Industrieunternehmen, wie unseres, einfach nicht erfüllbar. Da könnten wir zehn Produkte, wie Slagstar, erfinden und es würde immer noch nicht reichen".