Kalk

Wopfinger Baustoffindustrie GmbH - Das KalkwerkKalk ist einer der bedeutendsten Rohstoffe des Menschen. Bereits vor 14.000 Jahren wurde Kalk als Mörtel eingesetzt. Bis heute hat seine Bedeutung stetig zugenommen. In der Eisen- und Stahlindustrie, in der Bau- oder Landwirtschaft, im Umweltschutz oder in unzähligen chemischen Herstellungsprozessen ist Kalk ein unverzichtbarer Wirkstoff.

Rund 500.000 Tonnen Kalkstein aus dem Steinbruch Dürnbach werden jährlich im Kalkwerk in Wopfing verarbeitet. Vor der Verarbeitung wird der Kalkstein zuerst in der Waschanlage von Lehm befreit, sortiert und nachgebrochen. Im nächsten Schritt wird er im Kalkwerk in großen Kalköfen gebrannt. Calciumcarbonat (CaCO3, Kalkstein) gibt bei Temperaturen zwischen 900 und 1.200 °C Kohlenstoffdioxid (CO2) ab und geht in Calciumoxid (CaO, Branntkalk) über, man spricht dabei vom Entsäuern des Kalksteins.

Der Kalkstein wird nach dem Waschen entweder gemahlen oder im Kalkofen gebrannt.

Chemischer Umwandlungsprozess von Kalkstein:
1. Brennen: Zuerst wird Calciumcarbonat (CaCO3), der Hauptbestandteil des Kalksteins, stark erhitzt (gebrannt), dabei entweicht Kohlenstoffdioxid und es entsteht Calciumoxid, Branntkalk (CaO).
2. Löschen: Versetzt man Branntkalk mit Wasser, bildet sich Calciumhydroxid, Kalkhydrat (CaOH2).
3. Abbinden: Löschkalk reagiert durch Wasserabgabe und Kohlenstoffdioxidaufnahme wieder zurück zu Calciumcarbonat, also Kalkstein (CaCO3).

Für das Brennen von Kalk wird der Kalkstein im Schachtofen auf 900 - 1.200 °C erhitzt. Dabei wird der Ofen von oben fortlaufend mit Kalkstein beschickt. Der Kalkstein durchläuft, langsam nach unten rutschend, die verschiedenen Temperaturzonen des Ofens. Im mittleren Bereich des Schachtofens wird Brennstoff (in der Regel Erdgas) zugeführt und erzeugt die für die chemische Umsetzung des Kalksteins zu Branntkalk erforderliche Temperatur. Unten wird der gebrannte Kalk ausgebracht. In Wopfing sind derzeit zwei 3-Schacht-GGR-Öfen (Gleich-Gegenstrom-Regenerativ-Öfen) in Betrieb. Diese Ofentechnologie ist die weltweit Energieeffizienteste und wurde in den 50er Jahren in Wopfing erfunden.

Die Weiterverarbeitung des gebrannten Kalks erfolgt in der Stückkalkanlage, die mit der automatischen Verladeanlage ebenfalls zu den modernsten dieser ihrer Art zählt.

In zwei Kalkmühlen wird der Stückkalk zu Feinkalk vermahlen.

Löschkalk (Kalkhydrat, Ca(OH)2) wird in der Hydratanlage aus dem gebrannten Kalk durch Zugabe von Wasser erzeugt. Diese Anlage wurde bereits Anfang der 90er Jahre mit einem Gewebefilter ausgestatten, was bei diesen Anlagen zum damaligen Zeitpunkt ein absolutes Novum war.

Ein Teil des Kalksteins wird ungebrannt direkt als Industriestein verkauft oder vermahlen und kommt als Kalksplitt oder Kalksteinmehl zum Einsatz. Verwendung finden die ungebrannten Produkte als Streusplitt, zur Rauchgasreinigung, als Dünge- oder Futterkalk sowie als hochwertige Füller für die Glas-, Asphalt- und Trockenmörtelindustrie.

Der Hauptteil der Kalksteine wird in Wopfing jedoch zu Stückkalk und Feinkalk verarbeitet, der Rest zu Kalkhydrat veredelt. Haupteinsatzgebiete für Stückkalk sind die Eisen- und Stahlindustrie, wo Stückkalk als Schlackenbildungsmittel eingesetzt wird. Stückkalk ist aber auch ein unverzichtbares Produkt in der Landwirtschaft oder bei der Papierherstellung.

Wird der Stückkalk vermahlen, so spricht man von Feinkalk. Dieser Feinkalk findet Anwendung im Umweltschutz, im Tiefbau und in der Bodenverbesserung und -stabilisierung. 

Wird der Feinkalk anschließend mit Wasser gelöscht, so spricht man von Kalkhydrat (Löschkalk). Kalkhydrat findet hauptsächlich in der Baustoffindustrie für Putz- und Mörtelanwendungen, im Umweltschutz, zur Wasser- und Abwasseraufbereitung, sowie in der Luftreinhaltung Verwendung. In den letzten Jahren wird Kalkhydrat auch immer häufiger als Füller im Asphalt und in Kunststoffen eingesetzt.

Wegen ihrer besonderen physikalischen und chemischen Eigenschaften, sowie modernster Verarbeitung sind die Wopfinger Industriekalke marktführend. Sie entsprechen sämtlichen österreichweiten und internationalen Normen.

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Ansprechpartner für Fragen & Bestellungen zu Kalkprodukten:

Ing. Stefan Neumann
Produktmanagement und Kundenbetreuung Industriekalk
Tel.: +43 (0)2633/400-454
Fax: +43 (0)2633/400-321
Email: s.neumann@wopfinger.baumit.com

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